Wasser sparen


Das Thema Wasserverbrauch ist immer wieder aktuell aufgrund der relativ hohen Kosten, die das Haushaltsgeld belasten. Bei einem Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland von über 125 Litern pro Tag bietet sich auch hier eine gute Chance, Geld zu sparen.

Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass das für den Haushalt überwiegend verwendete Grundwasser eine limitierte Ressource ist. Gründe hierfür sind vielfach die Eingriffe in die Natur durch großflächige und tiefgehende Baumaßnahmen sowie der Einsatz von Chemikalien z. B. in der Land- und Forstwirtschaft.

Es existieren zahlreiche Möglichkeiten, wie man seinen Verbrauch und die Kosten effektiv senken kann. Das können kleine Maßnahmen sein, die jeden Tag einen Beitrag leisten. Oder auch große Installationen, die zwar mit mehr Aufwand und Anfangsinvestionen verbunden sind, aber mittelfristig eine größere Einsparung bringen.


Maßnahmen für den schnellen Erfolg

Um schnell und einfach etwas zu bewirken, bieten sich insbesondere die Wasserverbrauchs-Orte an, die mehrfach am Tag eingesetzt werden. Dies sind unter anderem die Wasserhähne und die Toilette.

Für Wasserhähne werden Spar-Armaturen angeboten. Sogenannte Perlatoren, die einfach aufgeschraubt werden können, fügen dem Wasserstrahl Luft bei, so dass die Durchflussmenge verringert wird. Echte Durchflussmengenbegrenzer beschränken die Wasser-Laufzeit, so dass sich der Wasserstrahl nach einer gewissen Zeit automatisch abschaltet. Die genannten Apparaturen werden nicht nur für Waschbecken, sondern auch für Duschen angeboten.

Für Toiletten existieren schon seit geraumer Zeit günstige Spülkästen mit Spar-Tasten, die auch nachträglich eingebaut werden können.

Und wenn man statt ein beruhigendes Bad in der Badewanne zu geniessen lieber die Dusche verwendet, erzielt man eine ernorme Einsparung.




Regenwassernutzung

Für diverse Haushaltstätigkeiten kann Regenwasser genutzt werden. Dies beginnt beim Giessen im Garten und der Blumen in den eigenen vier Wänden. Das Regenwasser ist aber auch für weitere Nutzungsbereiche geeignet, die nicht so offensichtlich erscheinen.

Es kann für die WC-Spülung eingesetzt werden oder auch für Waschmaschinen. Dies funktioniert natürlich nur, wenn vorher eine Filterung der Schmutzstoffe stattgefunden hat. Regenwasser ist oftmals weicher als herkömmliches Grundwasser und schont dabei zum Beispiel die Waschmaschinen, da Kalkablagerungen verringert bzw. vermieden werden.

Am einfachsten lässt sich Regenwasser durch Regenwasser-Tonnen im Garten sammeln. Diese werden unter die Regenfallrohre am Haus gestellt, wozu oft nur eine Abzweigung am Rohr zwischenmontiert werden muss, ohne die herkömmlichen Regenwasser-Abflüsse von den Dachrinnen zu beeinträchtigen. Regentonnen bestehen in der Regel aus stoß- und schlagfestem Kunststoff (vielfach auch aus Recycling-Material) und sind in Größen bis zu 600 Litern erhältlich. Sie können mit einem Zapfhahn und einem Untersteller ergänzt werden, so dass die Nutzung einfacher ist. Die Investition für Regentonnen ist relativ gering und lohnt sich in jedem Fall.

Etwas aufwändiger ist die Installation einer kompletten Regenwasser-Nutzungs-Anlage im Haus. Diese besteht in der Regel aus einem großen Regenwassertank, der sowohl über- als auch unterirdisch eingebaut werden kann. Tanks beginnen bei einer Größe von 330 Litern und reichen bis zu 6.500 Litern. Sie sind mit einem Filtersystem ausgestattet, das bereits den gröberen Schmutz abfängt. Ergänzt werden die Tanks durch Zuleitungen zum Haus und ein Hauswasserwerk inklusive Wasserpumpe, um das Wasser in die Hausleitungen einzubringen. Ein weiteres Filtersystem entfernt auch die feineren Schmutzpartikel.
Die Investition für eine große Sammelanlage ist zunächst einmal groß. Allerdings können im Laufe der Zeit große Einsparungen bei der regulären Wasserrechnung erzielt werden.
Wichtig! Hierzu gibt es regionale Förderprogramme der Stadtwerke oder auch der Länder.
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