OBI bekennt sich zu seiner umweltpolitischen Verantwortung beim Angebot von Holzprodukten. Es soll sichergestellt sein, dass OBI nur Holz verkauft, das aus einer umwelt- und sozialverträglichen Forstwirtschaft stammt. Die Zertifizierung der Waldwirtschaft ist das bestgeeignete Instrument, um dieser Verantwortung gerecht zu werden. Es geht OBI nicht um eine Benachteiligung deutscher Waldbauern. Im Gegenteil.
Die Ablehnung der international anerkannten FSC-Waldzertifizerung durch einige Waldbesitzerverbände ist die Ursache für den bestehenden Konflikt. Die zur Zeit über die Presse ausgetragene polarisierende Diskussion führt zu einer Verunsicherung der Verbraucher über das Thema Holz-Zertifizierung und Umweltschutz im Baumarkt, die letztlich allen schaden und den Werkstoff Holz beim Kunden in Verruf bringen wird.
Für den Kunden ist es unmöglich, zwischen zwei miteinander konkurrierenden Labels zu wählen. Für ein Handelsunternehmen ist es schwierig, die Vorteile gegenüber unseren Kunden zu kommunizieren.
OBI bemüht sich seit Jahren um eine Vermittlung zwischen PEFC und FSC, ohne bislang eine Einigung herbeigeführt zu haben. Aus dem fachlichen Disput über die unterschiedlichen Verfahren der Zertifizierung und abweichende Standards möchte sich OBI auch weiterhin heraushalten.
In den OBI Märkten wird in großen Mengen deutsches Holz verkauft. OBI würde es begrüßen, wenn der hohe Standard der deutschen Forstwirtschaft flächendeckend durch ein internationales Zertifikat ausgezeichnet würde, um den Kunden Sicherheit beim Kauf von Holz zu geben.
Derzeit hat FSC im internationalen Umfeld die höchste Akzeptanz, denn Unternehmen wie IKEA weltweit, B&Q in England, Castorama in Frankreich, Migros in der Schweiz und der Otto-Versand in Hamburg setzen auf dieses
Zeichen. Auch OBI ist in diesem Handelsumfeld als Marktführer im Baumarktsegment in Europa tätig.
Die Abkürzung FSC steht für Forest Stewardship Council, einer unabhängigen, gemeinnützigen internationalen Organisation, die strenge Standards für eine umweltschonende und nachhaltige Forstwirtschaft der Wälder unserer Erde festgelegt hat. So kann das Holz genutzt werden, ohne den Lebensraum Wald zu zerstören. In Deutschland sind derzeit rund 330.000 Hektar Wald FSC-zertifiziert, wie zum Beispiel in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und im Saarland.
Durch das FSC-Zertifikat erfährt deutsches Holz nicht nur auf dem heimischen, sondern auch auf dem internationalen Markt eine Aufwertung, die dem Holz aus deutscher Produktion weltweit zu dem Status verhilft, der ihm aufgrund der hohen Bewirtschaftungsstandards gebührt.
Der dringenden Bitte, an die Institutionen PEFC und FSC, sich zu einigen, wurde bisher nicht entsprochen. Im Gegenteil: Es wird versucht, Druck auf die Baumärkte auszuüben, indem man behauptet, OBI sei gegen den Verkauf von deutschem Holz. Diese Behauptung weisen wir mit aller Entschiedenheit zurück.